Liebe Freunde der BONITOS:
Es ist geschafft !!!Am 20. März 2010 veranstalteten wir wieder mit großem Erfolg einen Benefiz-Abend zugunsten Not leidender Kinder in Brasilien.Der Erlös des Abends ging wie immer vollständig an das Benediktinerinnen-Kloster in Olinda/Recife in Brasilien. Hier ein Bericht aus der Wiesbadener Presse:
Fulminante Show im Turnerheim (für Bilder bitte den Link oben "Picasaweb" anklicken)
Die Bonitos und ihre Freunde feierten ein farbenfrohes Fest für Kinder in Brasilien
Das alt-ehrwürdige Turnerheim platzte aus allen Nähten, als Karin Zahrt, die Bonitos und ihre Freunde zur großen Benefiz-Veranstaltung 2010 für ihr „Projekt Olinda“ einluden. Festlich geschmückt mit brasilianischen Motiven und wunderbar ins Licht gesetzt durch Mathias Hornjack und Jörn Wittek von der Firma Faderfreaks erstrahlte die sonst eher schlichte Halle und stimmte die Zuschauer ein auf ein Programm, das erst nach Mitternacht zu Ende ging.
In lila Glitzerjacke und Zylinder eröffnete Kornelia Frenken gekonnt den Abend an alter Wirkungsstätte mit „Theater, Theater…“, und als sich der Vorhang öffnete, war der Blick frei auf die Bühne, die nun Schauplatz werden sollte für einen wahrhaft „Bunten Abend“. Moderator Detlef Sissol, Dotzheims Aushängeschild als Fastnachtsredner, begrüßte auf seine besondere Art die vielen Freunde und Gäste, die teilweise von sehr weit her angereist waren. Ihre erste Visitenkarte gaben die BONITOS ab mit ihrem Tanz „Let’s go for a little walk…“, bei dem sie zeigten, dass sie in ihrer Schaffenspause nicht viel verlernt hatten. Erste Lacher erntete der Moderator, als er die BONITOS einzeln vorstellte und ihre kleinen Stärken und Schwächen karikierte.
Ungewohnte Klänge vernahmen die Gäste, als vier junge Damen aus Korea einen Fächertanz aufführten. Fernöstliche Eleganz der Bewegungen und die Farbenpracht der Kostüme gingen eine wunderbare Symbiose ein, die die Zuschauer hellauf begeisterte. Sehr stimmungsvoll setzte sich das Programm fort. Sterne funkelten am Bühnenhimmel, als Vivian Wolter gefühlvoll auf ihrer Mundharmonika spielte. Zu „Der Mond ist aufgegangen“ trat ein Märchenerzähler auf, der, begleitet von fünf kleinen Mädchen in Schlafanzügen, zu einer besonderen Märchenstunde einlud. Als der böse Wolf in „De Wolf un die sibbe Gaas-cher“ in den Brunnen stürzte und die kleinen Zuhörer erleichtert ihre Kuscheltiere hochwarfen, formierte sich plötzlich ein gewaltiger Demonstrationszug von jungen Leuten, die Schilder trugen mit Aufschriften wie „Nieder mit den Brüdern Grimm“, „Heute der Wolf, morgen Du“ und „Schützt Gabi Wolf“. Nur mit Mühe konnte der Moderator zwischen den streitenden Parteien schlichten.
Beim gemeinsamen Ausmarsch blieben drei der Kinder auf der Bühne. Larissa und Cassandra Pauli und Lulu Hölz erklärten dem erstaunten Moderator, dass sie eine Ansage machen wollten. Sie hatten mit Karin eine Collage gebastelt, die sie „Amazonas“ nannten. Dieses große Bild sollte verkauft werden, und der Erlös sollte dem Spendentopf für Olinda zukommen. Dieses Bild gab es aber auch in Postkartengröße, in kurzer Zeit hatten die Kinder alle 100 Postkarten verkauft, ebenso wie das große Bild. Eine super Idee!
Friedlicher als beim Demonstrationszug ging es zu bei den „14 Tenören“, unbescholtenen Dotzheimer Bürgern, die, dirigiert von Allround-Talent Stefan Kratz, ihren Frühlingsgefühlen freien Lauf ließen und „Veronika, der Lenz ist da“ in die brodelnde Menge schmetterten. Drei junge Kenianer an E-Gitarre, Keyboard und Bass leiteten mit einem Song auf Suaheli den Bericht über Olinda ein, dem eigentlichen Anlass des Abends. Frau Elizabete Pfeiffer, eine charmante Brasilianerin, die in Wiesbaden lebt, stellte das „Projekt Olinda“ vor und das Publikum lauschte ergriffen ihren Ausführungen. Drei Lieder des A-Capella-Quartetts „Four Seasons“ aus Blankenrath im Hunsrück unter Leitung von Norbert Liesenfeld komplettierten diesen beschaulicheren Teil des Abends, bevor die BONITOS in ihrem Block „Blues Brothers“ zur Hochform aufliefen. Stefan Kratz mit seinem „Minnie the Moocher“ erfüllte seiner Trainerin einen lange gehegten Wunsch und erntete tosenden Beifall im Publikum.
Nach einer Essenspause öffnete sich der Vorhang und gab den Blick frei auf ein spektakuläres Bild. Sieben Afrikaner aus dem Senegal und zwölf Freunde, darunter etliche BONITOS, führten ein Trommel-Spektakel auf, das wohl keiner im Publikum je vergessen wird. Der Leiter der Gruppe, Moulaye Seck, riss alle mit mit mit seiner Power, seinem Tanzgefühl und seiner Ausstrahlung.
Wer dachte, „Loriot“ hätte es anschließend schwer mit seinem „Lottogewinner“, irrte. Dieser skurrile Erwin Lottemann, eh, Lindemann, der seit 66 Jahren Rentner ist, fand in Stefan Kratz eine Starbesetzung. Ebenso glänzte seine Partnerin aus Funzel-Zeiten, Sylvia Martin, als Regisseurin. Detlef Sissol, der bis dahin routiniert durch den Abend geführt hatte, kündigte nun einen besonderen Gast an: Sich selbst. Beide, Loriot und Sissols Vortrag wurden vom Publikum bejubelt.
Zu später Stunde wagten sich die BONITOS an eine Tango-Darbietung, wie sie sich nur ihre Choreographin Karin Zahrt ausdenken konnte. Zu Holger Kilbs grandiosem Gesangsvortrag tanzten vier Männer einen zä(h)rtlichen erotischen Tanz (Sascha, Alberto, Rolf & Jo), gefolgt von einem Tango Argentino der Spitzenklasse, dargeboten von Sylvia Martin und Alberto Rodriguez. Zum Abschluss dieses Blocks tanzten die Jazztanzmädchen des TUS unter Leitung von Ute Schwalbach einen brillianten Tango zu Shakiras „Objection“. Auf diese Tanzgruppe ist immer Verlass, auch wenn der Ablauf des Programms sich schon erheblich verzögert hatte.
Man glaubte, der nächste Künstler hätte es schwer, denn Jan Regeler, Leadsänger der Dotzheimer Band „Bullcreekferry“, sang alleine und live den „Mr Bojangles“ von Robbie Williams. Doch durch seine Ruhe und sein Können gewann er schnell das Publikum. Zum Schluss durften die BONITOS noch einmal ran mit ihrem Showtanz „Rodeo“, bevor der Abend mit dem Gospelchor „Gospical“ unter Leitung von Mathias Müller beendet wurde. Viele Gäste hatten bis nach Mitternacht ausgeharrt um diesen Chor zu hören und zu sehen und wurden dafür belohnt. Mit „Children of the World“ schloss sich der Kreis, denn für Kinder dieser Welt hatten sich alle Mitwirkenden und Gäste eingesetzt.
Fazit: Dotzheim hat wieder einen grandiosen Abend erlebt, die Leiterin, Karin Zahrt, war voll des Lobes über ihre über 80 Aktiven, besonders ihren Star Stefan Kratz, und das aufgeschlossene und dankbare Publikum. Die neuen Pächter, Familie Weber, haben die Feuertaufe in Dotzheim bestanden. Also: Dotzheim hat was, das war an diesem Abend nicht zu übersehen.